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TÜV NORD GROUP ESSEN

Fertigstellung: Oktober 2021
Planungsbeginn: Oktober 2018
BGF: 14.600 m²
Leistung: Objektplanung LP 2 - 7
Bauherr: TÜV NORD Immobilien GmbH & Co. KG

TÜV NORD GROUP ESSEN

Neubau eines Zentralgebäudes

In Essen wurde der Neubau eines fünfgeschossigen Zentralgebäudes für die TÜV NORD GROUP realisiert. Das energieeffiziente und nachhaltige Gebäude schafft neben einem zentralen Konferenzbereich Büro-, Besprechungs- und Laborräume mit flexiblen Nutzungskonzepten für bis zu 550 Mitarbeiter*innen. Mit seiner sachlichen Architektursprache aus einer großflächigen Kombination aus Metall- und Glasfassade bildet der Neubau den zentralen Einstiegspunkt auf dem TÜV NORD-Campus in Essen-Frillendorf.

Großzügige Erweiterung

Am Standort wird mit der Büroerweiterung die Zentralisierung der Mitarbeiter*innen von TÜV NORD aus ganz Essen weiter gebündelt. Parallel zur Fertigstellung der neuen Autobahnanbindung und der zentralen Parkplätze für Mitarbeitende und Besucher*innen wurden auf dem nordwestlichen Campusgelände bestehende Gebäude und Hallen zurückgebaut und durch einen 14.600 m2 großen Bürokomplex ersetzt. Der fünfgeschossige Baukörper wurde als langgezogener, L-förmiger Massivbau aus Stahlbeton und Kalksandstein realisiert. Durch die Hanglage mit Höhenunterschieden von 3 bis 5 Metern erscheint die Erweiterung je nach Ausrichtung optisch als drei- oder viergeschossiger Baukörper. Oberhalb des Erdgeschosses liegt die Konferenzebene, die über den großzügigen Haupteingang inklusive Vorhalle und Foyer (Innenarchitektur: Ewertowski GmbH) erschlossen wird. Über fünf Treppenhäuser und Aufzugsanlagen erreicht man die einzelnen Ebenen mit Seminar- und Besprechungsräumen sowie die zweibündig angeordneten Einzel,- Doppel- und Gruppenbüros. Auch das IT-Hardware-Labor von TÜViT ist im neuen Gebäude beheimatet. Zur Sicherstellung von unabhängigen Sicherheitsprüfungen für die Bereiche IT/TK, Automotive und Industrie entstanden hier hochsichere Laborflächen. Die Bestandsgebäude der südlich angrenzenden Büroflächen sind über einen eingehängten Brückenbaukörper direkt an den Neubau angeschlossen worden.

Repräsentative Fassade und Eingangssituation

Die Erweiterung übernimmt mit ihrer markant klar strukturierten Fassade Elemente der gestalterischen Außendarstellung des TÜV NORD Betriebsstandorts. Die hinterlüftete, vorgehängte Metallfassade besteht aus großformatigen Verbundtafeln aus Aluminium-Deckblechen, die den Neubau und die Ebenen mit einer klaren, horizontalen Linie betonen. Zudem wird die Fassade durch die großzügigen Fensterbänder der einzelnen Geschosse geprägt, die durch anthrazitfarbene Aluminiumprofile vertikal gegliedert werden. Ein innen angebrachter Blendschutz schützt die Mitarbeiter*innen bei Bedarf vor Sonneneinstrahlung. Über dem verglast zurückspringenden Hauptzugang wurde als Blickfang eine dreigeschossige Glasfassade als Pfosten-Riegel-Konstruktion realisiert. Im Erdgeschoss und in den Besprechungsräumen haben die Mitarbeitenden durch bodentiefe Verglasungen direkten Blickkontakt zum begrünten Innenhof und den neu gestalteten Freianlagen auf dem Vorplatz der Erweiterung.

Nachhaltigkeit

Der Neubau wurde nach dem Cradle-to-cradle Prinzip erstellt. Das Recycling und die Entsorgung der verwendeten Materialien wurden bei der Planung berücksichtigt. So wurden Baumaterialien aus Stahl, Holz und Aluminium, wenn möglich, aus dem Vorgängerbau wieder eingesetzt. Vier Fünftel des Betons und des Mauerwerks aus dem Abriss konnten wieder verwendet werden.

Zur umweltfreundlichen Temperaturregulierung dient eine Bauteilaktivierung, die je nach Witterung eine Kühlung oder eine Erwärmung des Gebäudes bewirkt. Zusätzlich wird der Neubau CO2-neutral mit Fernwärme versorgt.

 

Fotos: Andreas Secci, Witten


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