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Industrie / Automotive

Neubau Ex-Produktion Zeile 1 Foll­mann, Minden

Fertigstellung: Dezember 2017
Planungsbeginn: September 2012
BGF: 6.950 m²
Leistung: Generalplanung LP 1 - 8
Bauherr: Follmann Chemie GmbH, Minden

Die Follmann-Gruppe ist ein international tätiges inhabergeführtes Familienunternehmen der chemischen Industrie und verzeichnet mit den nachhaltig erfolgreichen Tochtergesellschaften Follmann und Triflex internationales Wachstum. Schlüsselkompetenzen sind die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Spezialchemikalien für die verarbeitende Industrie (Druckfarben, Klebstoffe und Verkapselung) sowie Flüssigabdichtungssysteme, Infrastruktur und Markierungswerkstoffe für den Baubereich. Produktion, Entwicklung und zentrale Funktionen der Gruppe sind in der Zentrale in Minden gebündelt.

Generalplaner für ein anspruchsvolles Projekt

Mit einem 6.950 m2 großen Neubau am Standort Minden schafft Follmann Platz für ein Rohstofflager, die Produktion, die Abfüllung sowie für das Labor von Triflex, dem Spezialisten für Abdichtungen und Markierungen aus Flüssigkunststoffen. Die DÄLKEN Ingenieurgesellschaft wurde als Generalplaner beauftragt, ein bautechnisches Konzept zu entwickeln, das bis ins kleinste Detail die hohen Anforderungen und speziellen Erfordernisse der Chemieproduktion erfüllt. Das gesamte Projekt unterliegt dem Genehmigungsverfahren nach dem BImSchG.

Aufwendiger Explosionsschutz

Der neue 2-geschossige Gebäudekomplex entstand als Anbau an das bereits bestehende Gebäude für Forschung und Entwicklung und ist teilweise mit einer dritten Zwischenebene ausgestattet. Bei der Ausführung – mit mehreren jeweils getrennten Brandabschnitten – waren gemäß den geltenden Vorschriften und Richtlinien umfangreiche Vorgaben des Explosionsschutzes, kurz auch Ex-Schutz bzw. ATEX (frz.), zu erfüllen. Es galt insbesondere, ein exakt abgestimmtes Konzept für die elektrostatischen Installationen und die Raumlufttechnik zu entwickeln. Mit dem ableitfähigen Boden werden elektrostatische Entladungen, die eine Explosion auslösen könnten, ausgeschlossen.

Industrieboden nach WHG

Zur Einhaltung der Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes wurde unterhalb der massiven Stahlbetonsohle eine zweilagige WHG-Abdichtung aus Kunststoffbahnen mit Leckageortung im Folienzwischenraum eingebaut.

Brandschutz mittels Wasserberieselung

Um im Unglücksfall Brandübergriffen vorzubeugen, wurde an der Fassade der neuen Produktionshalle eine aufwendige Wasserschleieranlage montiert und vor Inbetriebnahme der Halle in allen Intensitätsstufen umfassend getestet.

Hochwertige Stahlbeton-Massivbauweise

Die Produktionshalle in Stahlbeton-Massivbauweise besteht aus teilweise mehrgeschossigen Lager-, Produktions- und Abfüllbereichen. Ergänzend sind eine neue Laboreinheit für Forschung und Entwicklung mit direkter Verbindung zu den Laborflächen im Bestandsgebäude sowie Büroflächen integriert. Für die zweischalige Fassade kamen Porenbeton und Sandwichpaneele zum Einsatz. Zur Dacheindeckung wurde eine Ausführung mit Trapezblech, Wärmedämmung und der Triflex-Flüssigabdichtung aus dem Hause Follmann gewählt. Auf zwei Gebäudeeinheiten sind Lüftungszentralen installiert. Als bautechnisches Detail und besondere Planungsleistung ist hervorzuheben, dass in die Decke zwischen dem Erdgeschoss und dem 1. OG bis zu 4 m² große Öffnungen für Abfüllbehälter platziert sind, mit denen die Produktion im Erdgeschoss mit Rohstoffen versorgt wird.

© Blickpunkt Photodesign, Bödeker


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