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2015

Neubau Betriebsgebäude Iberdrola, Sassnitz

Iberdrola, eines der fünf größten Energieversorgungsunternehmen weltweit, beabsichtigte ließ im neuen Offshore-Basishafen in Sassnitz-Mukran ein Betriebsgebäude für den Windpark „Wikinger“ zu errichten. Es sollte dem Betrieb und der Wartung der 70 Windkraftanlagen in der Ostsee dienen.

Grundlegende Entwurfsoptimierung

Mit der durchgehenden Gestaltungslinie des Gebäudeentwurfs ist es gelungen, unterschiedliche Funktionen in einem kompakten Baukörper überzeugend zu vereinen. Der Grundaufbau der Funktionsbereiche mit Büro, Casino und Umkleideräumen sowie Lager und Werkstätten greift im Wesentlichen die Idee des Vorentwurfs auf, verleiht dem Gebäude jedoch mit seiner konsequenten Weiterentwicklung eine sehr hohe Eigenständigkeit und Funktionalität. Dies zeigt sich insbesondere im Funktionsbereich Büro/Casino/Umkleideräume, in dem sich die einzelnen Räume und Raumgruppen jetzt übersichtlich um ein großzügiges Foyer - ähnlich einer Hotel-Lobby - mit offener Treppenanlage gruppieren. Dieses neue Konzept sorgt nicht nur für eine wesentlich bessere Orientierung in den Räumlichkeiten. Gleichzeitig schaffen großflächige Verglasungen und ein zentral im Gebäude liegendes Lichtband im Dach auch eine angenehme Atmosphäre.
Im Obergeschoss unterstützt die komfortable Tageslichteinstrahlung die Belichtung der innen liegenden Besprechungsräume. Zudem ermöglicht dieses Konzept im Erdgeschoss einen ungehinderten Blick vom Eingang bis zum Terrassenbereich vor der verglasten Kantine.

 

Die gewählte Anbindung der Umkleidebereiche mit Trockenraum an ein separates Flursystem trennt die Funktionsbereiche klar voneinander, sodass eine Durchmischung unterschiedlicher Nutzergruppen trotz der räumlichen Nähe bewusst vermieden wird.
Im Obergeschoss sind die einzelnen Abteilungen ringförmig um die mittlere Treppenanlage positioniert und können wahlweise abgeschlossen werden. Einzelne Besprechungsräume sind auf kurzem Wege den Büroräumen zugeordnet, weitere befinden sich in einer Raumzone an der Außenfassade. Die WC-Bereiche sind ebenfalls leicht auffindbar an den zentralen Treppenbereich angegliedert. Größere Haustechnikräume befinden sich im 1.OG hinter den WC-Räumen und ermöglichen so die direkte Anbindung der Medien an Geräte auf der Dachfläche.

Gute Orientierung und kurze Wege

Über den Haupteingang an der Straßenseite erreicht man das einladende Foyer, das mit Anmeldung, Wartebereich und einem Informations-/Ausstellungsbereich sehr gute Orientierung bietet. Von hier aus führt der Weg sowohl über die zentrale offene Treppe mit Aufzugsanlage ins Obergeschoss als auch zur großzügig verglasten Kantine.

Der vordere Teil des Foyers bietet Zugang zu den internen Bereichen wie Umkleideräume, Lager und Werkstatt. Im Obergeschoss werden die Abteilungen ringförmig erschlossen, wobei die Kontrollräume mit einem gesonderten Flur an dieses Flursystem angegliedert sind. Von der Wasserseite aus erfolgt die äußere Erschließung des Lagers, der Werkstätten und des Küchenbereiches. Sehr gut positionierte Nebentreppen stehen im Notfall als Fluchtweg zur Verfügung, können aber auch genutzt werden, um schnell die Zwischengeschosse zu erreichen.

Jahr:
2015
BGF:
3.186 m²
Auftraggeber:
Iberdrola, Berlin / Bilbao, Spanien

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