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Ausgewählte Entwürfe

Neubau Betriebs­gebäude Iberdrola, Sassnitz

Jahr: 2015
BGF: 3.186 m²
Auftraggeber: Iberdrola, Berlin / Bilbao, Spanien

Iberdrola, eines der fünf größten Energieversorgungsunternehmen weltweit, beabsichtigte im neuen Offshore-Basishafen in Sassnitz-Mukran ein Betriebsgebäude für den Windpark „Wikinger“ zu errichten. Es soll dem Betrieb und der Wartung der 70 Windkraftanlagen in der Ostsee dienen.

Grundlegende Entwurfsoptimierung

Mit der durchgehenden Gestaltungslinie des Gebäudeentwurfs ist es gelungen, unterschiedliche Funktionen in einem kompakten Baukörper überzeugend zu vereinen. Der Grundaufbau der Funktionsbereiche mit Büro, Casino und Umkleideräumen sowie Lager und Werkstätten verleiht dem Gebäude eine sehr hohe Eigenständigkeit und Funktionalität. Dies zeigt sich insbesondere im Funktionsbereich Büro/Casino/Umkleideräume, in dem sich die einzelnen Räume und Raumgruppen jetzt übersichtlich um ein großzügiges Foyer - ähnlich einer Hotel-Lobby - mit offener Treppenanlage gruppieren. Dieses neue Konzept sorgt nicht nur für eine wesentlich bessere Orientierung in den Räumlichkeiten. Gleichzeitig schaffen großflächige Verglasungen und ein zentral im Gebäude liegendes Lichtband im Dach auch eine angenehme Atmosphäre.
Im Obergeschoss unterstützt die komfortable Tageslichteinstrahlung die Belichtung der innen liegenden Besprechungsräume. Zudem ermöglicht dieses Konzept im Erdgeschoss einen ungehinderten Blick vom Eingang bis zum Terrassenbereich vor der verglasten Kantine.

Gute Orientierung und kurze Wege

Die gewählte Anbindung der Umkleidebereiche mit Trockenraum an ein separates Flursystem trennt die Funktionsbereiche klar voneinander, so dass eine Durchmischung unterschiedlicher Nutzergruppen trotz der räumlichen Nähe bewusst vermieden wird.
Im Obergeschoss sind die einzelnen Abteilungen ringförmig um die mittlere Treppenanlage positioniert und können wahlweise abgeschlossen werden, wobei die Kontrollräume mit einem gesonderten Flur an dieses Flursystem angegliedert sind. Einzelne Besprechungsräume sind auf kurzem Wege den Büroräumen zugeordnet, weitere befinden sich in einer Raumzone an der Außenfassade. Die WC-Bereiche sind ebenfalls leicht auffindbar an den zentralen Treppenbereich angegliedert. Größere Haustechnikräume befinden sich im 1.OG hinter den WC-Räumen und ermöglichen so die direkte Anbindung der Medien an Geräte auf der Dachfläche.

Über den Haupteingang an der Straßenseite erreicht man das einladende Foyer, das mit Anmeldung, Wartebereich und einem Informations-/Ausstellungsbereich sehr gute Orientierung bietet. Von hier aus führt der Weg sowohl über die zentrale offene Treppe mit Aufzugsanlage ins Obergeschoss als auch zur großzügig verglasten Kantine.

Der vordere Teil des Foyers bietet Zugang zu den internen Bereichen wie Umkleideräume, Lager und Werkstatt. Lager, Werkstatt sowie der Küchenbereich sind auch von der Wasserseite aus erreichbar. Sehr gut positionierte Nebentreppen stehen im Notfall als Fluchtweg zur Verfügung, können aber auch genutzt werden, um schnell die Geschosse zu wechseln.

Fassade mit Hochwasserschutz

Die Fassade gliedert sich in zwei Bereiche: Im EG ist ein robuster Sichtbeton vorgesehen, der das Gebäude auch ggf. bei Hochwasserschutz schützt. Für das Obergeschoss ist ein edler grauer Fassadenziegel vorgesehen. Die Fenster sollen wind- und wetterresistent in Aluminium ausgeführt werden.


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