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Fachmarktzentrum Waiblinger Tor: Vielfältige Herausforderungen

Januar 2017

Erfolgreiche Planung – auch eine Frage der Flexibilität

Ein Fachmarktzentrum zu planen und zu realisieren, ist immer eine spannende und anspruchsvolle Aufgabe. Oftmals ist dabei ein hohes Maß an Flexibilität gefragt: Aufgrund der vielfältigen Nutzungen und der heterogenen Struktur der Mieter bzw. Pächter können sich Eckpfeiler der Entwurfsplanung in der Ausführungsplanung kurzfristig wieder ändern.

Individuelle Anpassungen sind die Konsequenz – so wie beim Projekt „Waiblinger Tor“. Der Neubau mit einem Investitionsvolumen von rund 24 Mio. Euro im baden-württembergischen Waiblingen wurde 2015 begonnen und ist mittlerweile fast vollständig abgeschlossen. Auf mehr als 30.000 m2 Brutto-Grundfläche (BGF) verteilen sich hier u.a. Möbelmärkte, ein Fitness-Studio, ein Getränkemarkt, Bäckereien und Cafés, ein Friseurgeschäft und nicht zuletzt mehrere Restaurants.

Wachsender Wintergarten

Im Auftrag des Generalunternehmers, der List Bau Bielefeld GmbH, kümmerte DÄLKEN sich um alle Details der Umsetzung im Bauteil Nord und Süd. Gerade in Bezug auf die Gastronomie war Flexibilität eine wichtige Tugend, denn hier wechselten bereits im Vorfeld die Mieter, und noch während der Bauphase änderten sich die Wünsche der Betreiber. So wuchsen beispielsweise die Dimensionen des Wintergartens kontinuierlich an, und dies hatte großen Einfluss auf die Gestaltungsplanung.

Einen Schwerpunkt bei dem Gesamtprojekt bildete für DÄLKEN der Brandschutz. Nach akribischer Prüfung der Pläne stellte sich heraus, dass einige Fluchtwege verbreitert werden mussten. Folgerichtig waren gegenüber der ursprünglichen Planung einige Wände geringfügig zu versetzen – und dies alles unter der Maßgabe, dass die Verschiebungen nicht merklich auf Kosten der vermietbaren Flächen gingen.

Alltägliches und Überraschendes machen den Reiz aus

Neben dem Brandschutz (nach F90) bildete auch der Schallschutz durchaus eine Herausforderung: Es zeigte sich, dass die Decken und Wände – natürlich im Einklang mit der Statik – verstärkt werden mussten. Im Zuge der gründlichen bauphysikalischen Bewertung kam das DÄLKEN-Team dem Ergebnis, dass ein zusätzlicher Putzauftrag an den Wänden nötig war.

Von Schallschutzmaßnahmen betroffen war im Besonderen das Umfeld des Fitness-Studios, das in einem Obergeschoss platziert ist. Hier war ein spezieller Sportboden mit Federung und höchst effektiver Trittschalldämmung zu installieren.

Damit war die Detailarbeit jedoch noch längst nicht getan: Auf Grundlage der Arbeitsstättenrichtlinie (ASR) waren im oberen Stockwerk die Absturzsicherungen zu planen, und die Bäder mussten auf die Anforderungen der Barrierefreiheit zugeschnitten werden. 

Weitere Infos: http://bielefeld.listbau.de/projekte/detail/fmz-waiblinger-tor.html