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© IDR-AG

Düsseldorfer Berufskolleg bezieht neues Quartier

Januar 2017

Bildung statt Brachland

Vergangenheit als Fundament für die Zukunft: Selten ist diese Umschreibung so treffend wie beim Neubau des Berufskollegs Albrecht-Dürer-Schule in Düsseldorf. An der Paulsmühlenstraße im Stadtteil Benrath entsteht zurzeit ein neues Areal, das die Brücke von der Historie als Industriegelände zu einer modernen Bildungseinrichtung schlägt.

Vergangenheit als Fundament für die Zukunft: Selten ist diese Umschreibung so treffend wie beim Neubau des Berufskollegs Albrecht-Dürer-Schule in Düsseldorf. An der Paulsmühlenstraße im Stadtteil Benrath entsteht zurzeit ein neues Areal, das die Brücke von der Historie als Industriegelände zu einer modernen Bildungseinrichtung schlägt.

Wo einst die Schmiedeeisen hämmerten, bereiten sich künftig rund 4.700 Berufsschülerinnen und -schüler in 30 Ausbildungsberufen auf ihre Karriere vor – ob z.B. als Betonlaboranten, Holztechniker, Steinmetze, Zahntechniker, Augenoptiker und vieles mehr.

Auf dem über viele Jahre hinweg brachliegenden Land errichtet die IDR AG (Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz Aktiengesellschaft) nun auf 64.000 m2 ein völlig neues Quartier. Zentral dabei: das dreigeschossige Berufskolleg. Mitsamt Dreifachsporthalle und großem Parkhaus wird es von Wohnbebauung, Hotellerie und Büros umrahmt und nimmt eine prägende Stellung ein.

Ziegelfassade spielt auf Historie an

Jahrzehntelang waren hier vor allem metallverarbeitende Betriebe zuhause. Das Erscheinungsbild des Gebäudes greift den historischen Zusammenhang bewusst auf: Die Ziegelfassade weist auf den industriellen Charakter der früheren Nutzung dieser Flächen hin. Interessante Details bieten auch die Fensterleibungen, die sich farblich mit einem edlen Bronzeton in Szene setzen; das metallische Material und die markanten Winkel heben den handwerklichen Bezug präzise hervor.

Für die Entwurfsplanung zeichnen die Düsseldorfer Architekten von RKW Rhode Kellermann Wawrowsky verantwortlich. Sie umfasst Unterrichts- und Fachklassen, Verwaltungsbereiche, Bibliothek, Aula, Mensa und Parkhaus. Die Sporthalle mit Zuschauertribüne, die Umkleiden und die Geräteräume gehören ebenfalls dazu. DÄLKEN hat bei diesem Schule machenden Projekt den Zuschlag für die Ausführungsplanung erhalten.

Anforderungen an Schallschutz und Barrierefreiheit

Eine Herausforderung für den ungestörten Lehrbetrieb besteht in der Planung des Schallschutzes. Denn unmittelbar westlich an das Areal schließt sich eine Bahntrasse mit entsprechenden Geräuschemissionen an. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sorgen für die nötige Ruhe, eine durchgängig angenehme Klimatisierung und nicht zuletzt die hohe Energieeffizienz im langfristigen Gebäudebetrieb. Auch für den Schallschutz zwischen den Unterrichtsräumen und Werkstätten ist gesorgt.

Barrierefreiheit nimmt in diesem Komplex ebenfalls ihren Raum ein: Sowohl straßenseitig als auch zur Schulhofseite hin ist das Gebäude ebenerdig erreichbar; in der Schule wie auch in der Sporthalle sind alle Ebenen mit Aufzügen erschlossen.

Das intelligente Umfeld für zeitgemäßes Lernen – so der Plan – wertet das gesamte Quartier städtebaulich auf. Für Mitte 2018 ist die Fertigstellung geplant.

Weitere Infos: Bericht der Albrecht-Dürer-Schule zum Neubauprojekt